Genug Blogger und Youtuber haben in den letzten Wochen auf die Messe hingewiesen, und tatsächlich bin ich persönlich dann auch nach Stuttgart gefahren um mir die Invest 2019 persönlich anzuschauen.

Meine Erwartungen im Vorhinein: Mal ein paar Leuten Hallo sagen und Dank aussprechen für den Inhalt, den sie online produzieren, und dem ich viel Bildung zu verdanken habe. Und sonst? Mal überraschen lassen.

Und dann, wow, was für ein Trubel. Keine zwei Minuten in der Halle, und schon die Arme voller Flyer und Broschüren zu Trading Apps, Autogrammstunden mit Gurus und dem besten Goldhändler der Dekade. Ich bin erstaunt, in was man alles anlegen kann: Aktien, Derivate, Optionen, Immobilien- und andere Anleihen, und auch viele Direkt- und Einzelinvestments. Darf’s etwas nachhaltiger sein? Wir hätten da Oliven- und Kakaoplantagen mit Laufzeiten bis 25 Jahre, oder Windparks, oder Aquakulturen für bedrohte Fischarten, oder auch ein Stück Forst in Süd- und Mittelamerika.

Die BaFin erklärt wie man unseriöse Angebote erkennt. Ein paar der Nachbarstände erfüllten die Kriterien mehr oder weniger – ganz mein Humor
Paar Striche dran: Klassisches Kaufsignal für Bitcoin!

Alles halbwegs interessante — oder auch abwegig amüsante — habe ich brav eingesteckt um es mit gesunder Skepsis durcharbeiten. Denn was ich vor allem mitgenommen habe, war mir bereits klar: Gute langfristige Anlage ist erstaunlich langweilig. Ein simples ETF Portfolio mit 1-2 Werten, zack fertig. Es lohnt sich doch viel mehr, auf der Einkommensseite an sich selbst zu arbeiten und den Rest den Markt machen zu lassen. Das ist, so ganz kurz gefasst, mein Re­sü­mee aus Gesprächen mit einigen bekannten Gesichtern, denen ich in der Bloggerlounge persönlich die Hand schüttelte.

Bloggerlounge: Benjamin Wendt und der Finanzrocker im “Kohle Tinder”
Bloggerlounge: Thomas von Finanzfluss und Dani Parthum, die “Geldfrau”

Ein Höhepunkt für mich war der Vortrag des Finanzrockers Daniel Korth über das Investieren in sich selbst und in das eigene Humankapital. Daniel stellt sehr schön an Hand seines eigenen Werdegangs dar, wie viel Einfluss das Investment in eigene Weiterbildung bei ihm in den letzten Jahren auf seine Person und auf sein Einkommen hatte. Spannend und vor allem: Motivierend.

Der Finanzrocker erzählt von persönlicher Weiterentwicklung und Humankapital

Mit dem Finanzwesir Albert Warnecke habe ich mich ein wenig über das Thema Fokus unterhalten. Ihm selbst ist es in den letzten Jahren gelungen, sich auf sein Projekt voll und ganz konzentrieren zu können. Wo er zuvor an vielen Fronten Arbeit investierte, zeigt jetzt alles in eine Richtung. Sehr schön illustrierte er mir das an Hand von Kraftvektoren, die früher in diverse Richtungen zogen, nun aber in eine einzige. Gleichzeitig kann er in seinem Projekt alle Hüte abwechselnd aufhaben und von technischem Gelöt bis zum Online-Marketing alles umsetzen, was ihn gerade begeistert. Spannend und auch wieder: Motivierend.

Ein weiteres Highlight war das Treffen mit dem Team hinter Finanzfluss: Thomas und Arno, die die Videos produzieren, sowie (ein weiterer) Thomas und Tim, die sich um Website und Social Media kümmern. Von Finanzfluss selbst habe ich wirklich viel gelernt, seit ich das erste mal ganz stumpf die drei magischen Buchstaben E und T und F bei Youtube eingegeben hatte. Sofort hooked! Sowohl auf der Messe, als auch abends bei gemütlichem Bier in der Stuttgarter Innenstadt war es cool, mal mehr als nur “das Gesicht” auf Youtube kennen zu lernen und auch zu hören, dass die Jungs tolle Ideen und Pläne für die nächsten Monate haben. Spannend und auch hier: Motivierend.

Finanzfluss Treffen außerhalb der Messe

Am Samstag, als ich schon im Zug nach Hause saß, gab es eine wirklich gut geführte Diskussionsrunde auf der ARD Bühne – mit dem Finanzwesir, Thomas von Finanzfluss und Claudia vom Female Finance Forum. Wirkliche “Geheimtipps”, wie der Titel suggeriert, gab es natürlich nicht, dafür aber etwas viel besseres: Ein schönes Gesamtbild von finanzieller Bildung und passivem Investieren. Ich kann das Video empfehlen.

Was ich also für mich von der Invest 2019 mitnehme: Ja, es gibt spannende alternative Investment-Vehikel, die ich mir “mal angucken kann”. Vor allem aber bin ich motiviert: Was ich bisher an Nebenprojekten habe, werde ich weiter ausbauen und meine Lebensenergie lieber in die Entwicklung meiner eigenen Fähigkeiten stecken, als jedes noch so exotische Investment zu recherchieren, um hier und da mal ein halbes Prozent mehr Jahresrendite zu erlangen. Insgesamt fasse ich also zusammen – du ahnst es schon: Mein erster Besuch auf der Invest Messe: Spannend, und vor allem : Motivierend.

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